Um „Y: The Last Man“ auf Französisch zu lesen („Y : le dernier homme“), bleiben die fünf Bände von Urban Comics (Linie Vertigo Essentiels, Oktober 2012 bis November 2014) der einfachste Weg: die komplette Serie, sechzig US-Ausgaben, unter einer einzigen Nummerierung. Die zehn Panini-Alben („100 % Vertigo“) interessieren alle, die die erste durchgehende Übersetzung wollen, und die Bände der Linie Nomad bieten ein Taschenbuchformat. Die zwei Semic-Alben von 2004 sind das Sammlerobjekt.
Nur wenige Vertigo-Reihen haben in Frankreich eine so zersplitterte Verlagsgeschichte: drei Verlage, Alben mit sechs Ausgaben, dann Doppelbände, dann eine Taschenbuchausgabe. Bevor Sie kaufen, sollten Sie wissen, welche Aufteilung Sie in den Händen halten.
Wie immer in diesem Leitfaden werden nur geprüfte Angaben (Kreative, Ausgabennummern, Daten) als Tatsachen genannt. Die Analyse ist unsere eigene, ohne Wiedergabe geschützter Seiten oder Dialoge.
Das US-Original in Kürze
Sechzig monatliche Ausgaben, von September 2002 bis Juli 2008: Das ist, was Vertigo, das Imprint von DC Comics für ein reifes Publikum, unter dem Titel „Y: The Last Man“ veröffentlicht. Brian K. Vaughan schreibt, Pia Guerra zeichnet, Jose Marzan Jr. tuscht und Pamela Rambo koloriert. Am Anfang überlebt ein einziger junger Mann, Yorick Brown, mit seinem Affen (auf Französisch Esperluette genannt) den plötzlichen Tod aller Lebewesen, die das Y-Chromosom tragen.
Die Serie erhielt Eisner Awards: Bester Autor 2005 für Brian K. Vaughan, dann 2008 Bester Zeichner/Tuscher oder Zeichner/Tuscher-Team und Beste fortlaufende Serie. Die Ausgaben wurden anschließend in zehn amerikanischen Taschenbüchern zusammengefasst, dann in fünf „Deluxe“-Bände, erschienen von Oktober 2008 bis Mai 2011. Diese zweite Aufteilung, in Paaren von Taschenbüchern, übernahm Urban Comics in Frankreich, was erklärt, warum seine fünf Bände nicht an denselben Stellen liegen wie die zehn früheren Alben.
Für das amerikanische Originalobjekt, das erste Heft und seine Drucke, behandelt unser Leitfaden zu Ausgabe 1 das Thema. Hier bleiben wir auf der französischsprachigen Seite.
Die französischen Ausgaben in der Reihenfolge ihres Erscheinens
2004: die beiden Semic-Alben
Die Serie kam in Frankreich bei Semic heraus, in der Linie „Semic Books“. Unter diesem Imprint erschienen 2004 nur zwei Alben: „No Man's Land“, das die Ausgaben 1 bis 5 enthält, dann „Un petit coin de Paradis“ („Ein kleines Stück Paradies“), die Ausgaben 6 bis 10. Sophie Watine-Vievard ist für die Übersetzung des ersten dieser beiden Alben genannt, eines Bandes von etwa 120 Seiten im Format 26 cm.
Diese beiden Alben sind also die wahren ersten französischen Ausgaben. Ihre Titel wurden später von einem anderen Verlag wiederverwendet, was die erste Falle des Themas ist: Derselbe Albumtitel kann auf zwei Verlagshäuser verweisen, und das Impressum auf der Rückseite unterscheidet sie.
2004 bis 2010: Panini und die Linie 100 % Vertigo
Panini erhielt die französische Lizenz für DC Comics und setzte die Übersetzung in seiner Linie „100 % Vertigo“ fort. Dort erschienen insgesamt zehn Alben: Die ersten beiden drucken die bereits bei Semic veröffentlichten Werke nach, die folgenden acht sind Erstausgaben. Die Jahre lassen sich der Tabelle unten entnehmen, von „Un petit pas“ („Ein kleiner Schritt“) 2006 bis „Trajets d'Y“ („Die Wege von Y“) 2010.
Ein konkreter Anhaltspunkt: „Alliance contre nature“ („Widernatürliche Allianz“), das fünfte Album der Serie, hat 192 Seiten, erschien 2007 und trägt den Namen Jérémy Manesse als Übersetzer. Dieses Album umfasst acht US-Ausgaben, die größte der Reihe, was es im Regal leicht erkennbar macht.
2012 bis 2014: Urban Comics, Vertigo Essentiels
Dargaud erwarb danach die Verlagsrechte von DC Comics und plante eine Neuauflage der Serie unter seinem Label Urban Comics, in der Linie „Vertigo Essentiels“. Der erste Band erschien am 26. Oktober 2012: 262 Seiten, übersetzt von Jérémy Manesse. Der fünfte und letzte folgte am 28. November 2014. Die gesamte Serie passt in fünf Bände.
Die Logik dieser Aufteilung ist die der fünf amerikanischen „Deluxe“-Bände, erschienen von Oktober 2008 bis Mai 2011: Jeder französische Band fasst zwei Alben der früheren Reihe zusammen.
Urban Comics Nomad, die Taschenbuchausgabe
Urban Comics bietet die Serie auch in seiner Taschenbuchlinie „Nomad“ an. Bevor Sie einen Band kaufen, öffnen Sie ihn und lesen Sie, bei welcher US-Ausgabe er endet: Ein Taschenbuch dieser Serie sagt auf dem Umschlag nicht immer, dass die Geschichte unvollendet bleibt.
Entsprechung US-Ausgabe und französische Ausgabe
| Französische Ausgabe | Band | Enthaltene US-Ausgaben |
|---|---|---|
| Semic, dann Panini | „No Man's Land“ (2004) | 1 bis 5 |
| Semic, dann Panini | „Un petit coin de Paradis“ (2004) | 6 bis 10 |
| Panini | „Un petit pas“ (2006) | 11 bis 17 |
| Panini | „Stop/Encore“ (2007) | 18 bis 23 |
| Panini | „Alliance contre nature“ (2007) | 24 bis 31 |
| Panini | „Entre filles“ (2008) | 32 bis 36 |
| Panini | „Scoop“ (2008) | 37 bis 42 |
| Panini | „Monnaie de singe“ (2009) | 43 bis 48 |
| Panini | „Terre mère“ (2009) | 49 bis 54 |
| Panini | „Trajets d'Y“ (2010) | 55 bis 60 |
| Urban Comics | Bände 1 bis 5 (2012 bis 2014) | zwei Panini-Alben pro Band, insgesamt 1 bis 60 |
Urban-Band 1 fasst die ersten beiden Alben zusammen, also die Ausgaben 1 bis 10; für die folgenden Bände vergleichen Sie das Inhaltsverzeichnis vor dem Kauf mit dem Panini-Raster.
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Welche Ausgabe zu Ihrem Profil passt
Sie wollen die Serie einfach lesen
Nehmen Sie die fünf Urban-Bände. Sie sind am leichtesten zu lesen: eine Nummerierung, die bei fünf endet, ein erster Band in der Übersetzung von Jérémy Manesse und eine Linie, die dafür gedacht ist, die Serie in einem Block zurückzubringen. Außerdem ist es der kompakteste Weg im Regal.
Sie verfolgen Neuauflagen und die erste französische Ausgabe
Die zehn Panini-Alben bilden die erste vollständige Übersetzung. Für einen Leser, der die ursprüngliche Aufteilung wiederfinden möchte, etwa sechs Ausgaben pro Album, haben sie echten Reiz: Die Albumtitel, die es bei Urban nicht gibt, gehören zur französischen Identität der Serie. Rechnen Sie allerdings mit einer geduldigen Suche: Zehn Alben zu sammeln bedeutet zehn Angebote zu prüfen.
Sie suchen das älteste Objekt
Die beiden Semic-Alben von 2004 sind die ersten französischen Ausgaben. Ihr Interesse ist vor allem historisch. Prüfen Sie das Impressum auf der Rückseite, denn dieselben Titel gibt es bei einem anderen Verlag.
Sie lesen unterwegs
Die Taschenbände der „Nomad“-Linie passen zu diesem Profil. Bevor Sie darauf setzen, die Geschichte damit zu Ende zu lesen, prüfen Sie, welche Ausgaben sie enthalten.
Fallstricke und Punkte, auf die Sie achten sollten
Die erste betrifft die Nummerierung. Ein Panini-„Band 2“ umfasst die Ausgaben 6 bis 10, während der zweite Urban-Band mit Ausgabe 11 beginnt. Ein Posten, der beide Verlage mischt, führt daher zu Lücken oder Doppelungen, ohne dass die Angabe „Band“ darauf hinweist. Notieren Sie immer den Verlag und dann die enthaltenen US-Ausgaben.
Die zweite ist die Übersetzung. Die genannten Übersetzer wechseln je nach Ausgabe: Sophie Watine-Vievard beim ersten Semic-Album, Jérémy Manesse beim fünften Panini-Album und beim ersten Urban-Band. Lesen Sie einen Auszug, bevor Sie eine Serie erneut kaufen, die Sie bereits besitzen, um zu beurteilen, ob der Textwechsel die Ausgabe rechtfertigt.
Die dritte kommt von den Titeln. Die Alben haben eigene französische Titel, die sich in den Urban-Bänden nicht wiederfinden. Ein Verkaufsangebot, das von „Scoop“ oder „Monnaie de singe“ („Affengeld“) spricht, beschreibt zwangsläufig ein Panini-Album und keinen Urban-Band.
Die vierte betrifft das Ende der Serie. In jeder Sammlung von zehn Alben ist das letzte dasjenige, das man aufschiebt. Achten Sie schon vorher auf das zehnte Album, „Trajets d'Y“, und auf den Zustand, in dem es verkauft wird, bevor Sie die anderen neun kaufen.
Verwechseln Sie schließlich die gedruckte Ausgabe nicht mit der Fernsehadaption. Um zu wissen, was die verfilmte Serie beibehält oder ändert, lesen Sie unseren Vergleich Serie und Comics.
Eine einfache Methode vermeidet Fehler bei Losen: Erstellen Sie eine Liste mit zehn Zeilen, eine pro Panini-Album, mit Titel, Anzahl der abgedeckten US-Ausgaben und Verlag auf der Rückseite. Haken Sie ab, was Sie besitzen, und suchen Sie dann nur nach den leeren Zeilen. Diese Liste hilft auch, ein Album an seiner Seitenzahl zu erkennen: „Alliance contre nature“ mit seinen acht US-Ausgaben ist dicker als „Entre filles“ („Mädchenkram“), das nur fünf enthält.
Wenn Sie die Serie zum ersten Mal lesen, beginnen Sie mit einem einzigen Urban-Band, dem ersten, statt mit dem ganzen Satz: Er umfasst die ersten zehn Ausgaben und zeigt Ihnen, ob Ihnen die Welt von Yorick, Agent 355 und Dr. Mann gefällt, bevor Sie die Serie vervollständigen.
Denken Sie schließlich an die Aufbewahrung. Ordnen Sie nach Verlag, statt beide Serien im selben Regal zu mischen: Die Bandnummerierung ist nicht dieselbe, und eine Sortierung nach Verlag verhindert, dass Sie glauben, ein Band fehle, wenn er nur zur anderen Ausgabe gehört.
Was diese Ausgaben als Sammelobjekt wert sind
Diese Ausgaben werden zu sehr unterschiedlichen Preisen gehandelt, und wir nennen keine Zahl: Sie verändern sich zu schnell. Was bleibt, ist die Methode, die sich nicht ändert. Vergleichen Sie zuerst den angegebenen Zustand mit dem tatsächlichen: Rücken, Ecken, Schutzumschlag, falls vorhanden, und achten Sie auf Stempel. Bei einer vollständigen Serie kaufen Sie am besten ein einheitliches Los, also einen Verlag und einen Zustand, statt einzelne Bände zusammenzusuchen.
Das Verhältnis zwischen den drei Ausgaben folgt einer festen Logik: Das alte, vergriffene Album, das nicht mehr nachgedruckt wird, kostet im Allgemeinen mehr als der Band, der noch im Katalog ist. Wenden Sie diese Regel auf die Panini- und Semic-Alben an, prüfen Sie sie aber anhand abgeschlossener Verkäufe. Um ein bestimmtes Los zu schätzen, vergleichen Sie mehrere verkaufte Angebote, nicht nur angebotene. Unser Leitfaden zum französischen Markt im Vergleich zum amerikanischen Markt erklärt, warum sich diese beiden Märkte nicht überschneiden.
Wenn Sie einen Weiterverkauf erwägen, verkaufen sich die fünf Urban-Bände in einwandfreiem Zustand als Set besser. Umgekehrt verkauft sich eine Sammlung von zehn Panini-Alben, der ein Zwischenband fehlt, schlechter als ein vollständiges Los im selben Zustand. Zum redaktionellen Kontext dieser drei Häuser siehe auch unseren Überblick über die Comicverlage in Frankreich.
Häufig gestellte Fragen
Mit den fünf Urban-Comics-Bänden der Linie Vertigo Essentiels, erschienen von Oktober 2012 bis November 2014. Sie fassen die sechzig US-Ausgaben in fünf Bänden zusammen und wurden als vollständiger Nachdruck der Serie konzipiert. Wenn Sie die ursprünglichen Albumtitel bevorzugen, wenden Sie sich als Nächstes den Panini-Alben zu.
Zehn Alben in der Linie „100 % Vertigo“, von „No Man's Land“ bis „Trajets d'Y“. Die ersten beiden drucken Alben nach, die zuerst bei Semic erschienen, die folgenden acht sind Erstausgaben. Jedes Album enthält je nach obiger Tabelle zwischen fünf und acht US-Ausgaben.
Ja, für die ersten beiden Alben: Panini übernahm die Serie ab Band 1 nach Semic. Die Titel sind identisch, nur das Impressum auf der Rückseite ändert sich. Für eine sorgfältige Sammlung notieren Sie den Namen des Verlags und nicht nur den Albumtitel.
Weil Urban die Aufteilung der amerikanischen Deluxe-Bände übernommen hat, die je zwei Taschenbücher pro Band zusammenfassen. Urban-Band 1 enthält deshalb die ersten beiden Panini-Alben, also die Ausgaben 1 bis 10, und Band 2 beginnt mit Ausgabe 11: Er ist doppelt so dick.
Nichts erlaubt uns, dies zu behaupten: Die Serie hat sechzig Ausgaben, ein Taschenbuch fasst wenige davon, und auf dem Umschlag steht nicht immer, wo die Geschichte endet. Für eine vollständige Lektüre ohne Lücken bleiben die fünf Urban-Comics-Bände der Linie Vertigo Essentiels die Referenz.
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