Zeitungskiosk vs. Direct Edition:Kioskausgaben (UPC-Barcode) sind systematisch seltener als Direktausgaben (Verlagslogo) aus den Jahren 1985-1990. Der Kioskbonus variiert je nach Anzahl und Rang zwischen 30 % und 300 %. Identifizierung: Suchen Sie nach dem UPC-Barcode (Kiosk) bzw. dem Spider-Man/Marvel-Logo (direkt) in der oberen linken Ecke des Covers.
Die Unterscheidung zwischen Kioskausgaben und Direktmarktausgaben ist zu einem der wichtigsten Bewertungsfaktoren im modernen Comicmarkt geworden. Für Spider-Man-Sammler kann das Verständnis dieses Unterschieds zwischen einem 100-Dollar-Exemplar und einem 500-Dollar-Exemplar für dieselbe Ausgabe, denselben Grad und dasselbe Veröffentlichungsdatum unterscheiden.
In diesem Leitfaden wird ausführlich erklärt, wie Sie die einzelnen Ausgaben identifizieren, warum Kioske seltener sind, welche Spider-Man-Ausgaben am meisten von der Kioskprämie profitieren und wie Sie diese Informationen in Ihre Sammelstrategie integrieren.
So unterscheiden Sie einen Zeitungskiosk von einer Live-Ausgabe
Die Identifizierung ist einfach, wenn Sie wissen, wo Sie suchen müssen. Die obere linke Ecke des Covers enthält die Schlüsselanzeige:
Zeitungskiosk-Ausgabe:
- UPC-Barcode (Universal Product Code), sichtbar in einem weißen Rechteck
- Verkauft in Kiosken, Supermärkten, Drogerien, Flughäfen
- Nicht verkaufte Exemplare wurden an den Verlag zurückgegeben (Rückgabe)
- Von der breiten Öffentlichkeit behandelt, oft in minderwertigem Zustand
Direktmarktausgabe:
- Serien- oder Verlagslogo (Spider-Man-Logo, Marvel-Logo) statt Barcode
- Verkauf ausschließlich in spezialisierten Comic-Läden
- Vom Umtausch ausgeschlossen: Comic-Läden wurden fest gekauft
- Von erfahrenen Sammlern bearbeitet, oft besser erhalten
Achten Sie auf die Fallstricke:Einige Ausgaben aus den späten 1970er und frühen 1980er Jahren haben je nach Region unterschiedliche Barcodes (US-Preis vs. kanadischer Preis). Verwechseln Sie nicht die kanadische Preisvariante mit dem Standard-Kiosk – es handelt sich um zwei unterschiedliche Kategorien mit unterschiedlichen Bewertungen.
Entwicklung des Zeitungskiosk/Live-Verhältnisses im Laufe der Zeit
Das Verhältnis zwischen den beiden Ausgaben hat sich im Laufe der Jahrzehnte dramatisch verändert, was erklärt, warum die Seltenheit am Zeitungskiosk bei neueren Comics zunimmt:
| Zeitraum | Zeitungskioskverhältnis | Direktes Verhältnis | Auswirkungen auf die Prämie |
|---|---|---|---|
| 1979-1982 | ~80-90% | ~10-20 % | Zeitungskiosk = Standard, kein Aufpreis |
| 1983-1986 | ~60-70% | ~30-40% | Minimaler Kioskbonus |
| 1987-1991 | ~40-50% | ~50-60% | Kioskbonus 20-50 % |
| 1992-1996 | ~20-30% | ~70-80% | Kioskbonus 50-100 % |
| 1997-2000 | ~10-15% | ~85-90% | Kioskbonus 100-200 % |
| 2001-2013 | ~5-10 % | ~90-95% | Kioskbonus 150-300 % |
| 2014-2017 | ~2-5% | ~95-98% | Extreme Seltenheit, maximale Prämien |
Marvel stellte etwa 2017 die Produktion von Kioskausgaben ein. In den letzten Jahren (2013–2017) waren die Quoten extrem niedrig, sodass diese Kioskausgaben in hochwertiger Qualität fast unmöglich zu finden sind.
Bei den Spider-Man-Ausgaben ist der Kioskbonus am bedeutendsten
Nicht alle Kiosknummern sind gleich. Bei Schlüsselthemen ist die Prämie am höchsten, da sich dort die Nachfrage konzentriert. Hier sind die bemerkenswertesten Beispiele:
- ASM #298 Zeitungskiosk (1988):80–120 % Prämie gegenüber Direktzahlungen in CGC 9.8
- ASM #300 Zeitungskiosk (1988):Prämie von 100-150 %. Ein 9,8-Kiosk kostet mehr als 6.000 US-Dollar im Vergleich zu 2.500 bis 4.000 US-Dollar für Live-Anzeigen.
- ASM #361 Zeitungskiosk (1992):70-100 % Bonus in 9.8
- Spider-Man #1 Zeitungskiosk (1990):Bonus variabel je nach Variante (Silber, Gold), oft 50-80%
- ASM #529 Zeitungskiosk (2006):erster Iron Spider-Anzug. Bonus von 200-300 %, da die Kioskquote nach 2000 winzig ist.
- ASM #569 Zeitungskiosk (2008):erstes Anti-Venom. Prämie ähnlich wie nach 2000.
- ASM #667 Zeitungskiosk (2011):Spinneninsel. Äußerst selten, Aufschläge von über 300 %.
CGC und die Erwähnung des Zeitungskiosks auf dem Etikett
CGC erwähnt auf seinen Etiketten nicht systematisch „Newsstand Edition“. Folgendes müssen Sie wissen:
Vor 2000:CGC unterscheidet im Allgemeinen nicht zwischen Zeitungskiosk und direkt auf dem Etikett, es sei denn, die Zeitungskioskvariante hat einen anderen Inhalt oder einen anderen Einbandpreis (wie die kanadischen Preisvarianten).
Nach 2000:CGC hat damit begonnen, auf einigen Etiketten den Hinweis „Newsstand Edition“ anzugeben, insbesondere wenn die Seltenheit dokumentiert ist. Aber es ist nicht systematisch.
Visuelle Überprüfung:Selbst bei einer CGC-Platte ist der UPC-Barcode durch den Kunststoff hindurch sichtbar. Lernen Sie, es visuell zu erkennen, denn nur so ist gewährleistet, dass es sich bei der Kopie tatsächlich um einen Zeitungskiosk handelt.
CBCS:Der Konkurrent CBCS geht bei der Kennzeichnung von Kiosken auf seinen Etiketten im Allgemeinen systematischer vor, was für den Weiterverkauf seltener Kioskvarianten von Vorteil sein kann.
Sammelstrategie: Wann sollte man den Zeitungskiosk bevorzugen?
Das Sammeln von Kiosken ist nicht für alle Themen relevant. Hier ist es strategisch interessant:
JA, wählen Sie den Zeitungskiosk für:
- Wichtige Schlüsselthemen nach 1987 (erste Auftritte, wichtige Ereignisse)
- Ausgaben nach 2000, wenn Sie sie finden können – die Seltenheit ist extrem
- Langfristige Investitionen: Der Bewertungstrend des Zeitungskiosks ist über 10 Jahre hinweg bullisch
NEIN, Leben reicht für:
- Nicht-Schlüsselzahlen (Füllerfragen) – die Kioskprämie ist vorhanden, aber Käufer sind rar
- Comics aus der Zeit vor 1985, bei denen der Kiosk die Hauptausgabe darstellte (keine Seltenheit = keine Premiumausgabe)
- Komplette Auflagen zum Lesen – die Kioskprämie macht nur bei der Kapitalanlage Sinn
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