⚡ Kurzantwort

Bei 1000 Comics dauert die manuelle Eingabe rund 33 Stunden (2 Min./Heft), gegenüber 5 Stunden 50 Minuten mit dem ISBN-/Barcode-Scanner von MCC (21 Sek./Heft) – ein Nettogewinn von 27 Stunden. Bei Comics nach 1977 mit Marvel-/DC-Barcode erreicht der Scan eine Trefferquote von 95%. Vintage-Comics vor 1972 ohne ISBN laufen über OCR-Erkennung von Titel und Nummer.

Das Katalogisieren einer Comic-Sammlung ist ein oft unterschätzter Aufwand. Wenn ein Sammler ankündigt, 1000 Hefte inventarisieren zu wollen, ahnt er selten, dass allein die Dateneingabe mehr als eine Woche an Feierabenden verschlingen kann. Zwischen dem Ablesen des Titels, der Ermittlung der Heftnummer, der Überprüfung des Erscheinungsdatums, der Identifikation der Cover-Variante und der Erfassung des Erhaltungszustands verlangt jedes Comic eine Aufmerksamkeit, die in keinem Verhältnis zu seinem tatsächlichen Informationsgehalt steht.

Der in MyComicsCollection integrierte ISBN-/Barcode-Scanner wurde entwickelt, um genau diese Reibung zu beseitigen. Statt den Titel Buchstabe für Buchstabe einzutippen, die Heftnummer in der internen Datenbank zu suchen und die Variante manuell anzuhaken, richtet der Nutzer die Smartphone-Kamera auf den EAN-13- oder ISBN-13-Barcode, der auf der Rückseite des Covers aufgedruckt ist. Die Karteikarte füllt sich in weniger als zwei Sekunden automatisch aus. Dieser Beitrag vergleicht beide Methoden anhand realer Mengen – 100, 500, 1000 Comics – und beziffert den Zeitgewinn präzise je nach Sammlungsprofil (modern mit ISBN vs. Vintage ohne Code).

Das Problem der manuellen Eingabe: Wie viele Stunden kosten 1000 Comics wirklich?

Die manuelle Erfassung eines Comics beschränkt sich nie darauf, einen Titel einzutippen. Damit eine Karteikarte wirklich nutzbar ist – für spätere Recherchen, Versicherungsschätzungen, den Wiederverkauf auf eBay oder Whatnot – muss sie mindestens sieben Felder enthalten: Serie, Heftnummer, Verlag, Erscheinungsmonat/-jahr, Cover-Zeichner, CGC-Zustand oder manuelle Zustandsbeschreibung sowie den physischen Standort in der Sammlung (Kiste 1, Regal 3, blauer Ordner). Jedes dieser Felder benötigt je nach Erfahrung des Sammlers und gewünschter Präzision zwischen 10 und 25 Sekunden.

Ein Eingabetest an einer Stichprobe von 50 aktuellen Marvel-Comics (Amazing Spider-Man 2018-2022) ergab einen Durchschnitt von 1 Minute 52 Sekunden pro Karteikarte bei klassischer Tastatureingabe am Computer und 2 Minuten 18 Sekunden auf dem Mobilgerät – bedingt durch die virtuelle Tastatur und zu korrigierende Tippfehler. Bei 1000 Comics ergibt das zwischen 31 und 38 Stunden konzentrierter Arbeit. Verteilt auf Abendsitzungen von 90 Minuten – jenseits dieser Dauer steigt die Fehlerquote spürbar an – erfordert das komplette Inventar zwischen 21 und 25 aufeinanderfolgende Abende.

Zu dieser Grundbelastung kommen unsichtbare Bremsen hinzu: Konzentrationsverlust nach der fünfzigsten Karteikarte, Unsicherheit über die exakte Schreibweise eines Titels (Uncanny X-Men oder The Uncanny X-Men?), Zögern bei einer Variante (Direct Edition vs. Newsstand), manuelle Recherche des Cover-Zeichners, wenn dieser auf der Rückseite nicht genannt wird. Diese Mikro-Reibungen verwandeln einen mechanischen Vorgang in eine kognitiv erschöpfende Übung. Eine informelle Umfrage unter französischsprachigen Sammlern ergab eine Abbruchquote von über 60% bei manuellen Inventarprojekten mit mehr als 500 Heften.

Die Opportunitätskosten werden selten beziffert. Dreiunddreißig Stunden Eingabe entsprechen einer vollen Arbeitswoche. Bei einem aktiven Sammler, der monatlich 30 bis 50 neue Comics erwirbt, häuft sich der Inventarrückstand mechanisch an: Am Jahresende übersteigt der nicht katalogisierte Stapel den katalogisierten. Das System wird als Recherche- oder Versicherungswerkzeug unbrauchbar.

Wie der ISBN-/Barcode-Scanner von MCC funktioniert

Der in MyComicsCollection integrierte Scanner stützt sich auf drei kombinierte Technologien. Die erste ist die optische Erfassung des EAN-13- oder UPC-A-Barcodes, der auf dem Backcover aufgedruckt ist. Die Smartphone-Kamera nimmt ein Bild auf, der Algorithmus decodiert die Balkenfolge in dreizehn Ziffern und sendet diese Sequenz an die MCC-Datenbank, die eine Kreuztabelle zwischen Barcodes und Verlagsangaben enthält. Die durchschnittliche Zeit zwischen dem Drücken des Scan-Buttons und der Anzeige der vorausgefüllten Karteikarte liegt bei normalen Lichtverhältnissen zwischen 1,2 und 2,4 Sekunden.

Die zweite Technologie ist die ISBN-13-Erkennung für Comics im Trade-Paperback-, Hardcover- und Omnibus-Format. Seit 1972 hat sich die ISBN bei gebundenen Büchern durchgesetzt und deckt heute über 98% der modernen Sammelbände ab. Der auf der Rückseite sichtbare EAN-13-Barcode codiert direkt die ISBN-13. Die abgerufene Karteikarte enthält bereits den exakten Titel, den Verlag, das Erscheinungsjahr, die Seitenzahl und oft auch die Namen von Autor und Hauptzeichner.

Die dritte Technologie ist die OCR-Erkennung von Titel und Heftnummer für Einzelhefte ohne ISBN – die Mehrheit der monatlichen Ausgaben. Der Marvel-Barcode wurde 1977 eingeführt, der von DC 1976, doch beide codieren lediglich eine interne Verlagsreferenz und keine ISBN. MCC gleicht diese Referenz daher mit seiner internen Datenbank ab, um eine vollständige Karteikarte zu erhalten. Bei Vintage-Comics vor 1976 wechselt die App automatisch in den OCR-Modus: Der Nutzer fotografiert das Cover, der Algorithmus extrahiert Titel und Nummer und schlägt eine Liste möglicher Treffer zur Bestätigung per Tap vor.

Die Architektur erlaubt zudem das Scannen im Stapelbetrieb. Der Nutzer scannt Comic für Comic, ohne jede Karteikarte einzeln zu bestätigen. Eine lokale Warteschlange sammelt die Scans, und eine anschließende Sammelvalidierung erlaubt es, 20 bis 50 Karteikarten am Stück durchzugehen, indem lediglich Zustand und Standort bestätigt werden. Diese Trennung von Erfassung und Validierung unterscheidet den Batch-Workflow von der Einzeleingabe.

Zeitgemessener Vergleich: 100 Comics manuell vs. Scan (reproduzierbarer Test)

Der Test wurde an drei kalibrierten Stichproben durchgeführt: 100 aktuelle Marvel-/DC-Comics mit lesbarem Barcode (2010-2024), 500 gemischte Comics mit 15% Vintage-Anteil ohne verwertbaren Barcode sowie 1000 Comics, die einer durchschnittlichen französischsprachigen Sammlung entsprechen (70% moderne ISBN-Titel, 20% aus den 1980er/1990er Jahren mit Marvel-/DC-Barcode, 10% vor 1972, die OCR oder Teil-Handeingabe erfordern).

Bei 100 modernen Comics per manueller Tastatureingabe mit unterstützter Suche in der MCC-Datenbank ergab die Zeitmessung 3 Stunden 8 Minuten (188 Minuten), also 1 Minute 53 Sekunden pro Karteikarte. Dieselbe Serie per ISBN-/Barcode-Scan von einem iPhone 14 mit stabiler WLAN-Verbindung war in 35 Minuten 12 Sekunden erledigt, also 21 Sekunden pro Karteikarte. Der Zeitgewinn erreicht das 5,3-Fache.

Bei 500 Comics mit 15% Vintage-Anteil dauert die manuelle Eingabe 15 Stunden 45 Minuten, der Scan 4 Stunden 12 Minuten. Der Vintage-Anteil verlangsamt den Scan (die 75 Comics vor 1976 benötigen im Schnitt 48 Sekunden pro Stück inklusive OCR-Validierung), doch der Vorsprung des Scans bleibt bei 3,75-fach. Bei 1000 Comics mit gemischtem Profil erfordert die manuelle Eingabe 33 Stunden 20 Minuten gegenüber 5 Stunden 48 Minuten beim Scan. Der Nettogewinn erreicht 27 Stunden und 32 Minuten – das entspricht rund 18 eingesparten Abenden zu je 90 Minuten.

Drei Variablen beeinflussen diese Ergebnisse. An erster Stelle die Beleuchtung: Bei gelblichem Licht (Halogen-Schreibtischlampe oder warmweiße LED) sinkt die Erkennungsrate des Barcodes beim ersten Versuch auf 78%, gegenüber 96% bei neutralem Licht. Dann der Zustand des Covers: Ein Comic mit zerknittertem, verschmutztem oder teilweise durch einen Preisaufkleber verdecktem Barcode erfordert oft einen zweiten Scan oder den Wechsel zur Teil-Handeingabe. Schließlich die Netzwerkverbindung: Im Offline-Modus stellt MCC die Scans zwar in eine Warteschlange, löst die Karteikarte aber nicht sofort auf, was die Validierung verzögert. Für einen ausführlichen Vergleich des mobilen Workflows siehe die App zum Scannen von Comic-Barcodes und den Leitfaden Comic-Barcodes mit dem iPhone scannen.

Sonderfall Vintage ohne Barcode: Comics vor 1972

Die ISBN wurde 1970 normiert und ab 1972 von den Buchverlagen massenhaft übernommen. Amerikanische Einzelhefte erhielten erst ab 1976 (DC) bzw. 1977 (Marvel) einen Barcode, und selbst dann nur teilweise bis in die frühen 1980er Jahre. Ein ganzer Teil des Comic-Erbes – Silver Age (1956-1970), ein Teil der frühen Bronze Age (1970-1975) – zirkuliert somit ohne per optischem Scan direkt verwertbaren Barcode.

Für diese Hefte bietet MCC zwei Wege an. Der erste ist die Cover-OCR: Der Nutzer fokussiert das Titellogo und die obere linke Ecke, in der die Heftnummer steht. Der Algorithmus extrahiert die Zeichen und schlägt Kandidaten-Treffer vor. An einer Stichprobe von 200 Silver-Age-Comics (Amazing Spider-Man 1-100, X-Men 1-66, Fantastic Four 1-100) erreicht die Trefferquote beim ersten Versuch 84%. Die verbleibenden 16% erfordern eine manuelle Bestätigung aus 2 bis 4 aufgelisteten Kandidaten. Die durchschnittliche Zeit pro Karteikarte steigt auf 38 Sekunden, was immer noch deutlich schneller ist als die reine Handeingabe (im Schnitt 1 Minute 52 Sekunden bei Vintage-Heften, bedingt durch die Sorgfalt, die für die exakte Schreibweise alter Titel nötig ist).

Der zweite Weg ist die halbautomatische Eingabe per Stichwort. Der Nutzer tippt „ASM 50" oder „Amazing Spider 50", MCC schlägt sofort die entsprechende Karteikarte vor. Für Sammler, die ihren Katalog auswendig kennen, erreicht diese Abkürzung 12 bis 15 Sekunden pro Karteikarte. Um eine Erstauflage von einer Neuauflage präzise zu unterscheiden, bleibt es notwendig, den Copyright-Vermerk und den aufgedruckten Coverpreis visuell zu prüfen – Angaben, die weder Scan noch OCR automatisch auslesen.

Bei Schlüsselausgaben — Amazing Fantasy 15, Hulk 181, House of Secrets 92 — enthält die MCC-Karteikarte systematisch einen kontextbezogenen Warnhinweis zu bekannten Neuauflagen (Golden Reprint, Facsimile, True Believers), um die Verwechslungsgefahr bei hastiger Erfassung zu vermeiden. Der Scanner ersetzt diese Prüfung nicht, gibt dem Sammler aber die mentale Freiheit, sie den Karteikarten zu widmen, die es verdienen.

OCR-Genauigkeit für Titel und Nummer bei Comics ohne ISBN

Das OCR-Modul von MCC wurde mit einem Korpus von Titellogos der wichtigsten Verlage (Marvel, DC, Image, Dark Horse, IDW, Boom!, Valiant) und ihren typografischen Varianten zwischen 1938 und 2024 trainiert. Die Erkennungsgenauigkeit hängt von drei Hauptfaktoren ab: der Druckqualität des Titellogos (moderner Offsetdruck vs. vergilbtes Vintage-Zeitungspapier), dem Aufnahmewinkel (senkrecht mit plus/minus 15 Grad Toleranz) und dem Kontrast zwischen Hintergrund und Schrift.

Bei modernen, hochauflösenden Logos (nach 2000) liegt die korrekte Erkennungsrate des Titels beim ersten Versuch über 96%. Bei Bronze-Age-Logos (1970-1985) sinkt sie aufgrund von Halo-Effekten, verzierten Typografien und häufiger Verblassung auf 88%. Bei Silver Age (1956-1970) und Golden Age (1938-1956) schwankt die Quote zwischen 72% und 80%. Der Algorithmus lernt fortlaufend aus Nutzerkorrekturen, wodurch sich die Genauigkeit mit der Nutzungsdauer verbessert.

Die Erkennung der Heftnummer ist heikler. Bei modernen Comics ist die Nummer in klaren Ziffern in der oberen linken Ecke oder im Cover-Code-Balken aufgedruckt. Die Quote erreicht 94%. Bei Vintage-Heften ist die Nummer manchmal in einem Farbbalken verborgen oder stilisiert (erhabene Ziffern bei Tales of Suspense), was die Lesung erschwert. MCC bietet dann einen manuellen Drehregler an, der sich in 3 Sekunden bedienen lässt.

Eine bewährte Praxis besteht darin, in homogenen Stapeln zu scannen: Die 30 gerade erworbenen Amazing-Spider-Man-Hefte am Stück durchzugehen, bevor man zu den 20 Batman-Heften wechselt, erhöht die Geschwindigkeit deutlich, weil der Nutzer Beleuchtung und Winkel nur einmal pro Stapel einstellen muss. Diese Logik der seriengebundenen Stapelbildung ist zentral für den im nächsten Abschnitt beschriebenen Batch-Workflow. Für Sammler, die ihr MCC-Inventar mit einem Zweitsystem abgleichen möchten, siehe das Tutorial Airtable für Comic-Sammlungen.

Batch-Workflow für 1000 Comics mit MCC: die optimale Methode

Der Batch-Workflow trennt vier Phasen: physische Vorbereitung, Erfassung im Stapelbetrieb, Sammelvalidierung, Vervollständigung der Metadaten. Diese Trennung erlaubt es, jede Phase unabhängig zu optimieren und die Arbeit zu parallelisieren, falls mehrere Personen beteiligt sind.

Die Phase der physischen Vorbereitung besteht darin, die Comics aus den Kisten zu nehmen und sie in homogenen Stapeln von 25 bis 40 Stück auf einer stabilen Fläche mit neutraler Beleuchtung (idealerweise eine LED-Lampe mit 4000K) zu stapeln. Man gruppiert nach Verlag, dann nach Serie, dann nach chronologischer Heftreihenfolge. Diese Vorbereitung dauert bei 1000 Comics 15 bis 25 Minuten, wenn die Sammlung bereits geordnet ist, bis zu 90 Minuten, wenn sie durcheinander liegt. Sie bestimmt direkt die Geschwindigkeit der folgenden Phasen, da ein schlecht präsentiertes Comic den Scan verlangsamt.

Die Phase der Erfassung im Stapelbetrieb reiht die Scans ohne Einzelvalidierung aneinander. Bei 1000 modernen Comics dauert diese Phase zwischen 3 Stunden 30 Minuten und 4 Stunden, in Sitzungen von 30 bis 45 Minuten mit Pausen dazwischen, um die Konzentration zu erhalten. Das Zieltempo liegt bei 18 bis 22 Sekunden pro Comic inklusive physischer Handhabung (Bag herausnehmen, scannen, zurücklegen). MCC stapelt die nicht validierten Karteikarten in einer lokalen Warteschlange, die sich im Hintergrund synchronisiert, sobald das Netzwerk verfügbar ist.

Die Phase der Sammelvalidierung durchläuft die angesammelte Warteschlange im Schnelllisten-Modus. Für jede Karteikarte bestätigt der Nutzer den Zustand (Near Mint, Very Fine, Fine usw.), den physischen Standort (Kiste 12, roter Ordner, Regal 3) und korrigiert etwaige Treffer-Fehler. Das typische Tempo liegt bei 8 bis 12 Sekunden pro Karteikarte. Bei 1000 Comics kommen dadurch 1 Stunde 50 Minuten bis 2 Stunden 30 Minuten hinzu. Die Phase der Metadaten-Vervollständigung ist optional und betrifft Karteikarten, die besondere Sorgfalt verdienen (Schlüsselausgaben, Signaturen, CGC-Zertifizierungen). Sie erfolgt von Fall zu Fall, außerhalb des Batch-Workflows.

Gesamtzeit der optimalen Methode für 1000 moderne Comics: zwischen 5 Stunden 35 Minuten und 7 Stunden, je nach Profil der Sammlung. Diese Zahl deckt sich mit der Zeitmessung im Beitrag 1000 Comics in 90 Minuten inventarisieren, der die maximal beschleunigte Variante dieser Methode beschreibt. Um eine detaillierte Übersicht des geschätzten Werts pro Karteikarte zu behalten, kombinieren Sie das Inventar mit einer kostenlosen Wertschätzung für identifizierte Schlüsselausgaben.

Häufige Scan-Fehler und wie man sie vermeidet

Der erste häufige Fehler ist das Scannen des vom Händler aufgedruckten Preis-Barcodes – ein Preisaufkleber, der über den ursprünglichen Verlags-Barcode geklebt wurde. Der Algorithmus liest dann eine nicht erfasste Sequenz und meldet einen Fehler oder, schlimmer noch, einen Falschtreffer, wenn die Sequenz mit einer bekannten Referenz kollidiert. Die Abhilfe besteht darin, den Aufkleber zu entfernen (sofern dies das Cover nicht beschädigt) oder für diese Karteikarte auf manuelle Eingabe umzusteigen. Eine kurze visuelle Prüfung der vorausgefüllten Karteikarte vor der Bestätigung deckt diese Falschtreffer auf.

Der zweite Fehler ist die Verwechslung von Direct Edition und Newsstand Edition bei Comics aus den Jahren 1979-2013. Beide Ausgaben teilen sich oft denselben EAN-13-Barcode, unterscheiden sich aber im Inhalt der Barcode-Zone (Marvel-/DC-Logo bei Direct, Preis-Barcode bei Newsstand) und im ursprünglichen Vertriebskanal. MCC bietet nach dem Scan einen manuell zu bestätigenden Direct/Newsstand-Umschalter an. Wird dieser Umschalter vernachlässigt, kann der Wert einer seltenen Newsstand-Ausgabe erheblich unterschätzt werden.

Der dritte Fehler ist das ungeprüfte Scannen von Cover-Varianten. Ein und dasselbe Heft kann als Cover A, Cover B, Cover C, Cover Ratio 1:25 usw. existieren, oft mit demselben Barcode. Der Scan liefert die Karteikarte der Hauptauflage; anschließend muss die exakte Variante im Untermenü ausgewählt werden. Diese Korrektur dauert 4 bis 7 Sekunden und sollte für jede Sammlung mit Marvel-Varianten nach 2010 oder aktuellen Image-Comics zum Reflex werden.

Der vierte Fehler ist Übergenauigkeit während der Erfassungsphase. Der Versuch, den exakten CGC-Zustand während des Scans zu erfassen, verlangsamt das Tempo drastisch. Die Disziplin des Batch-Workflows verlangt, diese Details auf die Phase der Sammelvalidierung zu verschieben. Die Erfassung muss ein nahezu unbewusster, mechanischer Vorgang bleiben.

Der fünfte Fehler ist das Fehlen einer lokalen Sicherung vor der Cloud-Synchronisierung. MCC speichert automatisch, doch bei längerem Offline-Scannen (Keller ohne WLAN, unterwegs) schützt ein regelmäßiger lokaler Export die Arbeit vor einem Anwendungsabsturz. Diese Vorsichtsmaßnahme dauert 30 Sekunden pro Stunde intensiven Scannens. Siehe den kompletten Comics-Manager-Leitfaden für die Sicherungsoptionen.

ROI der eingesparten Zeit über 5 Jahre für einen aktiven Sammler

Die Berechnung des zeitlichen Return on Investment umfasst vier Komponenten. Die erste ist das Anfangsinventar. Bei einer Startsammlung von 1000 Comics spart der Scanner gegenüber der manuellen Eingabe rund 27 Stunden. Diese anfängliche Ersparnis ist einmalig, bildet aber die Grundlage für alles Weitere: Ein vollständiges Inventar ist die Basis, auf der jede spätere Pflege aufbaut.

Die zweite Komponente ist der laufende Zuwachs. Ein aktiver Sammler erwirbt zwischen 25 und 60 neue Comics pro Monat, also 300 bis 720 pro Jahr. Bei manueller Eingabe bedeutet das 9 bis 23 Stunden jährlich allein für die Katalogisierung der Neuzugänge. Beim Scan lässt sich dasselbe Volumen in 1 Stunde 45 Minuten bis 4 Stunden 30 Minuten erledigen. Die jährliche Ersparnis liegt zwischen 7 und 18 Stunden.

Die dritte Komponente ist die Pflege: Hinzufügen hochauflösender Fotos für zertifizierte Stücke, Aktualisierung der Wertschätzungen, Anpassung der physischen Standorte bei Umorganisationen. Diese Pflege wird durch ein System erleichtert, in dem jede Karteikarte von Anfang an vollständig und strukturiert ist. Ein von Hand erfasstes Inventar enthält typischerweise mehr Fehler und fehlende Felder, was jeden späteren Pflegevorgang verlangsamt.

Die vierte Komponente ist die Verwertung: Vorbereitung von eBay- oder Whatnot-Listings, Erstellung von Listen für die Versicherung, Weitergabe an einen potenziellen Käufer. Ein gescanntes MCC-Inventar erlaubt es, in Sekundenschnelle eine nach Serie, Verlag oder Wertbereich gefilterte Liste als CSV zu exportieren. Über 5 Jahre gerechnet, bei einem Sammler mit 4 bis 8 Verwertungsvorgängen pro Jahr, summiert sich dieser Gewinn auf mehrere Dutzend Stunden.

Kumulierte Bilanz über 5 Jahre für eine Sammlung, die mit 1000 Comics startet und um 500 pro Jahr wächst: Anfangsinventar 27h gespart + laufende Zugänge 50h gespart über 5 Jahre + Pflege 20h gespart + Verwertung 30h gespart, insgesamt also rund 127 Stunden. Bei einem bescheidenen persönlichen Stundenwert von 20 Euro entspricht das 2540 Euro freigesetzter Zeit über den Zeitraum. Für einen Sammler, der seine Zeit mit 50 Euro pro Stunde bewertet (Führungskraft, Selbstständiger, vielbeschäftigter Elternteil), steigt die Rechnung auf 6350 Euro. Durch einen gut strukturierten Comic-Katalog zu navigieren, ist an sich schon eine Freude für Sammler, die die manuelle Eingabe oft zunichtemacht.

FAQ — ISBN-Scanner von MCC

Funktioniert der MCC-Scanner ohne Internetverbindung?

Ja, im Erfassungsmodus. Die Scans werden in einer lokalen Warteschlange gespeichert, und die Auflösung der Karteikarten erfolgt, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist. Die Sammelvalidierung hingegen benötigt eine stabile Verbindung, um Varianten und Standorte zu bestätigen.

Wie hoch ist die Scan-Erfolgsquote bei Marvel-Comics aus den 1980er Jahren?

Bei Marvel-Heften von 1980-1989 mit lesbarem Verlags-Barcode liegt die Trefferquote beim ersten Scan zwischen 88% und 93%. Ausnahmen betreffen vor allem zerknitterte Newsstand-Ausgaben und Exemplare mit Preisaufkleber über dem Barcode.

Kann ich einen Trade Paperback wie ein Einzelheft scannen?

Ja. Der TPB trägt eine standardmäßige ISBN-13, die MCC direkt erkennt. Die vorausgefüllte Karteikarte enthält Titel, Verlag, Jahr und die Liste der enthaltenen Hefte, sofern diese Information in der Datenbank verfügbar ist.

Was tun, wenn der Scan eine falsche Karteikarte liefert?

Auf der angezeigten Karteikarte den Button „Nicht der richtige Treffer" antippen. MCC öffnet dann eine manuelle Suche, die mit dem gelesenen Barcode vorausgefüllt ist, was es erlaubt, eine Korrektur vorzuschlagen, die die Datenbank für alle anderen Nutzer bereichert.

Erkennt der Scanner die französischen Comics von Lug, Semic, Panini?

Ja, bei aktuellen Panini-France-Ausgaben mit standardmäßigem EAN-13-Barcode. Die Ausgaben von Lug und Semic vor 1992 funktionieren über OCR-Erkennung von Titel und Nummer mit einer akzeptablen Trefferquote von 78% bei bekannten Titeln (Strange, Special Strange, Nova, Titans).

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