Das wertvollste Wonder-Woman-Cover ist das von All Star Comics #8 (Dezember 1941), dem Erstauftritt von Diana von Themyscira, gezeichnet von H. G. Peter: Ein CGC-9,4-Exemplar wurde im Juni 2022 bei Heritage Auctions für 1.620.000 $ versteigert. Unter den für Sammler erschwinglichen Covern erzielen Hefte der regulären Serie wie Wonder Woman #200 (1972, Cover von Jeff Jones) einen eBay-Median von etwa 22 € bei 22 aktiven Angeboten.

Wonder Woman ist einer der wenigen Comic-Charaktere, die vom Golden Age bis heute ohne größere kreative Unterbrechung durchgehalten haben. Diana von Themyscira wurde im Dezember 1941 von William Moulton Marston (Story) und H. G. Peter (Zeichnungen) erschaffen und trat in drei verschiedenen Titeln auf, noch bevor sie ihre eigene Solo-Serie erhielt: All Star Comics #8, dann Sensation Comics #1, und schließlich Wonder Woman Vol. 1 #1 im Jahr 1942. Jede Ära hat ihre eigenen ikonischen Cover hervorgebracht, die heute die Herzstücke jeder ernsthaften DC-Sammlung bilden.

Dieser Guide listet die ikonischsten Cover Epoche für Epoche auf und unterscheidet dabei sorgfältig zwischen den Volumes (Vol. 1, 1942–1986; Vol. 2, 1987 George Perez; die modernen Relaunches) und nennt ausschließlich dokumentierte Zahlen — Auktionsrekorde von Heritage oder GoCollect sowie eBay-Mediane aus unserem Schätztool (eBay.fr + eBay.com, Juni 2026). Wenn das Angebotsvolumen unzureichend ist (< 15 Angebote), gilt der dokumentierte Rekord als Referenz.

Golden Age (1941–1942): H. G. Peter und die Geburt einer Ikone

Die ersten drei Wonder-Woman-Cover, alle von H. G. Peter gezeichnet, definieren das visuelle Erscheinungsbild des Charakters für die folgenden Jahrzehnte. All Star Comics #8 (Dezember 1941) ist das absolute Prunkstück: Es ist der erste Auftritt von Diana in einem Comic, und das Cover — obwohl auf die Justice Society fokussiert — enthält bereits die grafischen Keimzellen des Charakters. Sensation Comics #1 (Januar 1942) ist das eigentlich erste Solo-Cover von Wonder Woman: Diana in vollem Kostüm, Lasso in der Hand, roter Hintergrund. Ein CGC-9,6-Exemplar dieses Hefts erzielte 2017 399.100 $. Schließlich trägt Wonder Woman Vol. 1 #1 (Sommer 1942), das erste Cover ihrer eigenen Serie, die Handschrift von H. G. Peter: Ein CGC-9,0-Exemplar wurde 2016 für 291.100 $ versteigert. Wichtiger Hinweis: Der aktuelle eBay-Markt für diese Golden-Age-Hefte umfasst nur 5 Angebote oder weniger — das Signal ist zu schwach für einen belastbaren Median; hier gelten ausschließlich die Auktionsrekorde.

HeftBedeutung des CoverseBay-Daten (Juni 2026)Dokumentierter Rekord
All Star Comics #8 (Dez. 1941)1. Auftritt von Wonder WomanSignal zu schwach (< 15 Angebote)1.620.000 $ (CGC 9,4, Heritage Juni 2022)
Sensation Comics #1 (Jan. 1942)1. Solo-Cover von DianaSignal zu schwach (< 15 Angebote)399.100 $ (CGC 9,6, 2017)
Wonder Woman Vol. 1 #1 (Sommer 1942)Geburt der Solo-SerieSignal zu schwach (< 15 Angebote)291.100 $ (CGC 9,0, 2016)

Rekordquellen: Heritage Auctions, CGC News, GoCollect.

Silver Age (1958) und Bronze Age (1968–1973): die großen visuellen Wendepunkte

Wonder Woman #98 (Mai 1958) markiert die erste Silver-Age-Erneuerung des Charakters: Robert Kanigher am Skript, Ross Andru und Mike Esposito an den Zeichnungen. Das Cover greift die grafischen Codes der Epoche auf — kräftige Farben, frontale Action — und führt gleichzeitig Dianas Ursprungsgeschichte neu ein. Unser eBay-Schätztool ermittelt einen Median von 9 € bei 63 aktiven Angeboten, ein Markt, der für zirkulierende Hefte niedrigerer Erhaltungsgrade repräsentativ ist. Bei hohen Erhaltungsgraden bewegen sich die Auktionspreise in einer ganz anderen Größenordnung.

1968 läutet Wonder Woman #179 die sogenannte „Mod"- oder „Diana Prince"-Ära ein: Autor Dennis O'Neil und Zeichner Mike Sekowsky nehmen Diana ihre Kräfte und ihr Kostüm. Das Cover — Diana in Zivil, Karate praktizierend — ist ein kulturelles Artefakt der amerikanischen Gegenkultur. Unser Schätztool findet 14 aktive eBay-Angebote, ein zu schwaches Signal, um einen belastbaren Median zu nennen; Exemplare in niedrigem bis mittlerem CGC-Grad bewegen sich qualitativ im Bereich von einigen Dutzend Euro. Wonder Woman #204 (Januar 1973) läutet unter Denny O'Neil die Rückkehr der Kräfte ein; unser Schätztool: Median 9 € bei 28 Angeboten. Das liquideste Übergangsheft bleibt Wonder Woman #200 (Mai–Juni 1972), geprägt vom berühmten Cover von Jeff Jones — einem serienfremden Zeichner, bekannt für seine Fantasy-Illustrationen —, das Diana gefesselt in einem symbolisch stark aufgeladenen Bild zeigt. Unser Schätztool: Median 22 €, Höchstwert 46 €, 22 Angebote.

Der Perez-Relaunch (Vol. 2, 1987): das Cover, das Diana neu definiert

Nach dem Ende von Vol. 1 mit Heft #329 (Februar 1986, Cover von José Luis García-López) im Rahmen von Crisis on Infinite Earths erscheint Wonder Woman Vol. 2 #1 im Oktober 1986 (Coverdatum: Februar 1987). George Perez, Co-Autor und Zeichner, zeichnet ein doppelseitiges Cover (Wrap-around), das Diana umgeben von griechischen Gottheiten — Athene, Ares — in einer detailreichen, fast mythologischen grafischen Umsetzung zeigt. Dieser Post-Crisis-Relaunch basiert auf Skripten von Greg Potter, die gemeinsam mit Perez geplottet wurden, mit Tuschearbeiten von Bruce Patterson. Vol. 2 #1 ist ein erschwingliches Heft: Das eBay-Tool findet nur 5 aktive Angebote (Signal unzureichend für einen Median), doch ungegradete Exemplare in sehr gutem Zustand wechseln üblicherweise für unter 20 € den Besitzer — es ist die zugänglichste Ausgabe schlechthin, klar zu unterscheiden von Vol. 1 #1 aus dem Jahr 1942, das in hohem Erhaltungsgrad mehrere hunderttausend Dollar wert ist.

Die Cliff-Chiang-Ära (New 52, 2011): eine radikale grafische Modernität

Im September 2011 startet DC Comics seinen Relaunch im Rahmen der New 52: Wonder Woman #1 (Vol. 4) wird Autor Brian Azzarello und Zeichner Cliff Chiang anvertraut. Chiangs Cover — Diana im Profil, Schwert erhoben, in einer Blau-Schwarz-Gold-Palette — gilt einhellig als eine der besten modernen Darstellungen des Charakters: kraftvoll, ohne überinszeniert zu wirken, schlicht, ohne kühl zu sein. Der Run von Azzarello/Chiang (Hefte 1 bis 35) wurde als Omnibus und in einer Absolute-Edition neu aufgelegt — ein Zeichen für den schnell erlangten kanonischen Status. Unser eBay-Schätztool für Vol. 4 #1 (in manchen Datenbanken unter der internen Publikationsnummer #600 geführt) ermittelt einen Median von 10 € bei 18 Angeboten; das sehr beliebte Jubiläumsheft Wonder Woman #750 (2020) verzeichnet seinerseits einen Median von 12 € bei 57 Angeboten, mit seinen zahlreichen Variant-Covern, die es zu einem eigenständigen Sammlerobjekt machen.

Zusammenfassende Tabelle der ikonischen Sammler-Cover

HeftCover-KünstlerÄraeBay-Daten (alle Erhaltungsgrade, Juni 2026)
WW #7 (Vol. 1, 1943)H. G. PeterGolden AgeMedian 9 € · 96 Angebote
WW #98 (1958)Ross AndruSilver AgeMedian 9 € · 63 Angebote
WW #200 (1972)Jeff JonesBronze AgeMedian 22 € · Höchstwert 46 € · 22 Angebote
WW #204 (1973)Bob OksnerBronze AgeMedian 9 € · Höchstwert 24 € · 28 Angebote
WW Vol. 2 #1 (1987)George PerezModernSignal unzureichend (< 15 Angebote)
WW #750 (2020)Mehrere VariantenZeitgenössischMedian 12 € · 57 Angebote

Quellen der Mediane: eBay-Schätztool mycomicscollection.com (eBay.fr + eBay.com, Juni 2026).

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